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Vereinsreise an den Bodenesee

Der Gemeinnützige Frauenverein Pfäffikon hatte, wie jedes Jahr, zu seiner jährlichen Vereinsreise eingeladen. Eine gute gelaunte Schar Frauen plus ein Mann trafen sich am 24. September 2015 am Bahnhof Pfäffikon und freute sich auf eine abwechslungsreiche Reise Richtung Bodensee. Pünktlich um 08.15 h konnte der vollbesetzte Car losfahren. Wie das so üblich ist wurde viel geschwatzt, hatte sich ja einige schon längere Zeit nicht mehr gesehen. Auch unser Chauffeur war nicht sprachlos, er machte uns mal hier und mal da auf Sehenswürdigkeiten aufmerksam, hier eine Kirche, dort ein Schloss. Nach einer  angenehmen Fahrt wurde das erste Ziel die Markthalle Altenrhein. Wir wurden zuerst mit Kaffee und Gipfeli gestärkt.  Anschliessend gab es eine sehr interessante Führung über die Markthalle.

Die lebhafte und gut geschilderte Entstehungsgeschichte der Markthalle wie auch die Zusammenarbeit mit dem Architekten Hundertwasser und zu seiner Person wurde durch die Führerinnen mit Herzblut erzählt. So hatte Hundertwasser seine genauen Vorstellungen, wie gebaut und gestaltet werden sollte, er war zu keinen Konzessionen bereit. Auch von unglaublichen Finanzschwierigkeiten, vom Durchhaltewillen des Bauherrn, der  Handwerker und über sehr viele freiwillige Mitarbeiter wurde berichtet. Es wurde auch auf Details hingewiesen, welche man nicht einfach so sieht. Kurz und gut alle waren begeistert.

Bald ging die Fahrt weiter nach Altstätten, wo uns im Restaurant Frauenhof ein feines Mittagessen erwartete. Frisch gestärkt starteten wir zum Nachmittagsprogramm: Zur Auswahl standen eine Stadtführung oder der Besuch der Kerzenfabrik.

Für die Stadtführung erwartete uns Herr Gschwend, aufgewachsen in Altstätten, Historiker und frei schaffender Stadtführer. Er wusste viel Interessantes zu erzählen aus der Geschichte von Altstätten.  Die historische Altstadt besteht im Wesentlichen aus vier Strassenzügen. Die Bausubstanz stammt zu einem grossen Teil aus dem 16. Jahrhundert, als nach einem Stadtbrand (1567) die gesamte Stadt neu aufgebaut wurde. Prägend war vor allem die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, als Handelsherren innerhalb der ehemaligen Stadtmauern ihre schlossartigen Bauten erstellten. Die Stadt dehnte sich auch ausserhalb der Stadtmauern aus, von welcher  ein Teil sowie ein Stadttor noch erhalten sind. In dieser Zeit wurde auch die katholische (damals paritätische) Kirche erbaut. Wir erfuhren Geschichten über Mit- oder Gegeneinander der Katholiken und Reformierten da die St.Nikolaus Kirche von beiden Religionen genutzt wurde, aber auch Interessantes über die Wasser- und Abwasserversorgung in früheren Zeiten. Alles in allem kann gesagt werden, Altstätten ist eine Reise wert.

Doch auch der Besuch der ältesten Kerzenfabrik der Schweiz war sehr interessant. Bei Hongler wird modernste Technik mit altem Handwerk vereint, die einzelnen Abläufe von rohen Docht der auf einer grossen Maschine durch den Wachs gezogen wird, bis zur verzierten Kerze, wurden die Abläufe gezeigt. Natürlich hat es auch einen Laden, da dreht sich dann alles um warmes Licht und Dekorationen.

Um 16.00 war Start für die Heimreise. Sie führte durchs schöne Appenzeller-Land mit seinen heimeligen Dörfern und Kleinstädten wo uns unser Chauffeur auf Sehenswürdigkeiten aufmerksam machte.  Pünktlich kamen wir in Pfäffikon an, wohlbehalten, mit vielen Eindrücken und dem angenehmen Gefühl einen wunderschönen Tag erlebt zu haben.

Margrit Schweizer und Margrit Christinger

Bildergalerie Vereinsreise 2015