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Kulinarische Vereinsreise zur ältesten Stadt der Schweiz


Am Dienstag 1. Oktober 8.00 Uhr sassen 45 Frauen des Gemeinnützigen Frauenvereins im bequemen Car der Firma Heusser Touristik. Das Ziel: die Altstadt von Chur.
Grau und neblig zeigte sich das Wetter, dagegen aufgestellt und sonnig war die Stimmung der Frauen schon zu Beginn der Fahrt. Wir fuhren über Hinwil via A3 nach Näfels. Weiter ging’s auf der kurvigen Kerenzerbergstrasse nach Mols. Dort war der erste Halt mit Kaffee und Gipfeli im Restaurant Schiffahrt. Am späteren Vormittag kamen wir schliesslich in Chur an.
Es folgte eine kulinarische Führung zu Fuss durch die verkehrsberuhigte Altstadt. Wir starteten am Bündner Kunstmuseum in zwei Gruppen mit je einer sympathischen Führerin. Der Weg führte uns zum Postplatz, wo die um 1900 architektonisch wuchtig gebauten Häuser der Post und der Bündner Kantonalbank stehen. Ganz in der Nähe bestaunten wir den blauen Brunnen „die Tränen der Lucrezia“. Bald schon waren wir im Herzen der Altstadt am Majoranplatz. Wir besichtigten die noch gut erhaltenen Fassaden der Reihenhäuser - entstanden in der Wiederaufbauzeit nach dem Churer Grossbrand von 1464. Mitten auf diesem gepflasterten Platz ist auch der Majoranbrunnen. Er hat stets frisches Quellwasser, von dem wir einen Becher voll kosten durften. Dann spazierten wir zur Martinskirche; sie ist die grösste spätgotische Kirche des Kantons. Ein paar Gassen weiter in der Altstadt- Metzgerei probierten wir geräucherten Alpenstadt-Salsiz und knuspriges Brot, welches die Form eines Steinbockhorns hatte. Der Zuckerbäcker am Obertor bot uns original Churer Röteli und leckeres Birnbrot an. Beim Pfisterbrunnen wurde uns die Spezialität Alpenstadt-Sushi bestehend aus Gerste, Mangoldblätter und Alpenkäse serviert. Wir waren uns alle einig, nicht umsonst heisst diese Führung: “Alpenstadt Häppchen - gspunna guat!“
Mit angeregtem Magen setzten wir uns am Mittag in die über 100-jährige Bündnerstube des alten Zollhauses. Nach dem feinen Essen zog es uns gleich wieder in die Altstadt hinein. Wir hatten zwei Stunden Zeit, noch einmal den Charme der ältesten Stadt der Schweiz auf uns wirken zulassen, und uns mit kulinarischen Bündner Spezialitäten einzudecken. Das gefiel selbst der dichten Wolkendecke über uns; spontan riss sie auf und liess die Sonne durchscheinen.
Um 16.30 Uhr machten wir uns wieder mit dem Car auf die Heimfahrt. Zu unserer Überraschung bog der Chauffeur nach einigen Kilometern von der A13 in die Landstrasse der Bündner Herrschaft ein. Er fuhr durch das bekannte Weingebiet mit den reich gereiften Rebstöcken und den schmucken Dörfern: Malans, Jenins und Maienfeld.
Voll schönen Erfahrungen von dieser Reise und wohlversorgt mit netter Geselligkeit kamen wir schliesslich am Abend zufrieden in Pfäffikon an.

Brigitta Abderhalden